Flämischer Minister Jo Brouns besucht Baustelle von K-Boringen in Bekkevoort

Flämischer Minister Jo Brouns besucht Baustelle von K-Boringen in Bekkevoort

Der flämische Minister für Umwelt und Landwirtschaft Jo Brouns hat heute im Rahmen der Voka-Sommerpraktika die Baustelle der Infrastrukturgruppe APK Group in Bekkevoort besucht. Während des Besuchs lernte er die Arbeitsweise der APK Group kennen und tauschte sich über die Herausforderungen aus, mit denen die Bau- und Infrastrukturbranche heute konfrontiert ist.

Der Besuch fand im Rahmen der Voka-Sommerpraktika statt, einer Initiative von Voka (der flämischen Handelskammer), die politische Entscheidungsträger näher an die Branchen heranführt, auf die ihre Politik Auswirkungen hat. In seiner Funktion als flämischer Umweltminister besuchte Brouns die APK Group in Bekkevoort, wo deren Microtunnelling-Sparte K-Boringen tätig ist. In Bekkevoort errichtet K-Boringen gemeinsam mit Besix eine neue Kläranlage für Aquafin. Solche Projekte sind ein wichtiger Bestandteil des flämischen „Bouwshift“ (der Wende hin zu einer nachhaltigeren Flächennutzung) und tragen unter anderem zu einem besseren Schutz vor Hochwasser und Überschwemmungen bei. Neben dem Stopp des weiteren Flächenverbrauchs (dem sogenannten „Betonstop“) ist auch die Verbesserung der Wasserqualität ein zentrales Ziel des Bouwshift.

Nach einer Führung, bei der K-Boringen zeigte, wie eine solche grabenlose Bohrung genau abläuft, kamen Minister Brouns und Ward Kerkhofs, Managing Director der APK Group, über einige gemeinsame Anliegen der Infrastruktur- und Abwasserbranche ins Gespräch. Zur Sprache kamen unter anderem die Dauer von Genehmigungsverfahren, die Vorschriften zur Wiederverwendung von Aushubmaterial sowie der Zugang zu technisch qualifizierten Fachkräften – in einer Branche, die mit einem anhaltenden Arbeitskräftemangel zu kämpfen hat.

Im Anschluss zeigte sich Ward Kerkhofs zufrieden mit dem Besuch des Ministers. „Die Voka-Sommerpraktika sind eine großartige Initiative für alle Branchen. Die Möglichkeit, im direkten Gespräch mit politischen Entscheidungsträgern zu sein, bietet einen einzigartigen Mehrwert für beide Seiten.“ Mit mehr als 2.600 Mitarbeitenden ist die APK Group einer der führenden Akteure der Infrastrukturbranche und verfügt über die nötige Erfahrung, um die Problemfelder klar zu benennen. „Wir haben dem Minister unsere Bedenken hinsichtlich des Bouwshift und seiner Auswirkungen auf die betroffenen Branchen vorgelegt. Wir sind uns beide einig, dass es viel zu tun gibt und dass Branche und Politik eng zusammenarbeiten müssen, um die Ziele des Bouwshift erfolgreich umzusetzen“, so Kerkhofs.

Der flämische Minister für Umwelt und Landwirtschaft Jo Brouns betont die Bedeutung von Projekten wie der Kläranlage in Bekkevoort. „Es ist besonders interessant, im Rahmen der Voka-Sommerpraktika gerade dieses Projekt zu besuchen, denn es passt perfekt zu den Schritten, die wir zur Verbesserung unserer Wasserqualität unternehmen“, so Brouns. „Kanalisation und Abwasserreinigung gehen Hand in Hand: Man kann nur reinigen, was über ein gut ausgebautes Kanalnetz auch tatsächlich zugeführt wird. Diese Kanalisation leitet das Abwasser von mehr als 3.500 Einwohnern zur Kläranlage von Aquafin, die etwas weiter in Bekkevoort liegt. Der Zulaufkanal und die Kläranlage sind unerlässlich, um die Belastung des Pijnbeek mit Phosphor und Stickstoff weiter zu verringern. Die Projekte sorgen zudem für einen dringend notwendigen, deutlichen Anstieg des Reinigungsgrads in der Region.“

Für Voka war dieser Baustellenbesuch genau das, wofür die Voka-Sommerpraktika stehen: Sie bieten die Gelegenheit, einen direkten Dialog zwischen politischen Entscheidungsträgern und Unternehmen zu eröffnen. „Dieser Baustellenbesuch zeigt, warum die Voka-Sommerpraktika so wertvoll sind. Politische Entscheidungsträger sehen hier aus nächster Nähe, was Unternehmer und ihre Mitarbeitenden jeden Tag brauchen, um wichtige Infrastrukturprojekte voranzubringen. Schnellere und planbare Genehmigungen, praxistaugliche Vorschriften und ausreichend technisches Talent sind dabei entscheidend. Wenn wir unsere Infrastruktur erneuern und gleichzeitig unsere Ambitionen in Sachen Wasserqualität und Klima verwirklichen wollen, müssen Unternehmer den Spielraum erhalten, zu investieren und Projekte umzusetzen. Dieser Dialog zwischen Politik und Praxis hilft, zu Lösungen zu gelangen, die auch im Alltag funktionieren“, so Johann Leten, Geschäftsführer von Voka – Handelskammer Limburg.